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Zum Tode von Horst Heimer

Trauerrede anlässlich der Beisetzung von Horst Heimer am 25.Oktober 2019

Ich bin hier, um auch stellvertretend für alle Mitglieder des Jagdgebrauchshundevereins Starkenburg-Südhessen von unserem Ehrenmitglied Horst Heimer Abschied zu nehmen. Er hat mit großem Einsatz – über viele Jahre – unseren Verein maßgeblich mitgestaltet und zu einem wichtigen Sprachrohr der Führer von Jagdhunden in Südhessen gemacht. Dafür danken wir ihm sehr.

Horst mit Hund

Gestatten Sie mir zunächst einige persönliche Worte. Ich bin mit Horst im vergangenen Sommer zu einer Hundeprüfung gefahren. Natürlich haben wir viel über Hunde und Jagd gesprochen. Aber auch Themen, wie das Älterwerden und wie unbequem das Alter sein kann, haben wir nicht ausgelassen. Da sagte er den Satz: „Mir wäre es am liebsten, wenn ich irgendwann im Wald oder auf der Jagd tot umfallen würde.“
Sein Wunsch ging in Erfüllung.
Ich habe ihn als waidgerechten Jäger, passionierten Hundeführer und humorvollen Menschen erlebt. Von seiner großen Erfahrung habe ich profitiert, er stand mir immer mit Rat zur Seite, wenn ich als sein Nach-Nachfolger im Vorstand Fragen zur Vereinsgeschichte hatte.

Begonnen hat sein jagdkynologischer Werdegang schon sehr früh.
Nachdem sich 1954 im Odenwald engagierte Hundeführer zusammengeschlossen hatten, erkannte Heinrich Hecker, der die Organisation der Arbeitsgruppe übernommen hatte, schon bald das Talent und die Begeisterung von Horst für die Hundearbeit.
Wie konnte es anders sein, er wurde sehr bald als Prüfungsleiter in die  neu aufgebaute Jagdgebrauchshunde-Abteilung gewählt, die stark mit dem Jagdklub Darmstadt verbunden war.

Heinrich Gölz wurde Vorsitzender und hat dieses Amt viele Jahre ausgeübt. Er war auch – das betonte Horst oft- sein Vorbild und Lehrmeister. Nachdem Heinrich Gölz nicht mehr kandidierte, wurde Horst sein Nachfolger und das für fast 3 Jahrzehnte. In dieser Zeit wurden, mit wenigen Ausnahmen, jährlich Jugendsuchen, Herbstzuchtprüfungen und Verbandsgebrauchsprüfungen durchgeführt. Die Zahl der gemeldeten Hunde war enorm und ist heute nicht mehr vorstellbar.
Neben den Verbandsprüfungen wurden von ihm zudem noch Hundekurse abgehalten und Jagdeignungsprüfungen durchgeführt. Wie viele Hunde in seinen Lehrgängen für die Jagd „geeignet“ oder „brauchbar“ wurden, kann nur geschätzt werden. Vermutlich waren es deutlich über 500 Hunde aller Rassen.
Es sind sicher sehr viele Jäger unter den Trauernden, die auf dem Otzberg die Grundlagen für das Führen eines Jagdhundes erfahren haben. 
Zusätzlich zu den vielfältigen Aufgaben, die er als Vorsitzender der großen und aktiven südhessischen Jagdhunde-Organisation hatte, engagierte er sich noch im Verein Pudelpointer wo er 12 Jahre als Bundeszuchtwart tätig war.

Nachdem die Arbeit in einer Gemeinschaft mit unterschiedlichen regionalen Interessen schwierig wurde, kam es 2005 zur Auflösung der Jagdgebrauchhundeabteilung und Gründung des Jagdgebrauchshundevereins Starkenburg-Südhessen e.V. Diese, für die Zukunft wichtige, Aufgabe wurde von Horst Heimer und den Mitstreitern Manfred Seibert und Klaus Schmidt mit dem Dachverband des JGHV vorangetrieben und zum Erfolg gebracht. Auf dieser gesunden Basis wird die Vereinsarbeit seitdem erfolgreich fortgeführt.

Horst Heimer hat als Jäger und Hundeführer Spuren hinterlassen, die auch in der Zukunft für unser jagdliches Handeln als Leitlinien dienen sollten.

Dietmar Ruppert

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